Kurzanalyse Pelletpresse

In Zeiten steigender Preise für fossile Energieträger wie Erdöl oder Erdgas werden immer mehr Häuser auf den Betrieb mit alternativen Brennstoffen umgerüstet. Ganz vorne dabei sind hier Heizanlagen, die mit Holzpellets betrieben werden. Die Herstellung dieser Pellets erfolgt mit Hilfe einer Maschine, der Pelletpresse. Diese stellt stäbchenförmige Pellets mit höchstens 25 mm Durchmesser her, welche dann in speziellen Holzpellet-Heizanlagen verbrannt werden. Da die Energie-Effizienz dieser Holzpellets sehr viel besser ist als die von fossilen Brennstoffen, ist der Umweltaspekt ein Punkt, der viele Hausbesitzer zum Umrüsten auf den Öko-Brennstoff bringt. Viele Nutzer einer Pelletheizung wünschen sich jedoch, autarker zu sein und auf die Abhängigkeit des Pellet-Lieferanten verzichten zu können. Für diese Kunden gibt es die Möglichkeit, sich mit Hilfe einer Pelletpresse den beliebten Brennstoff selbst herzustellen. Wir haben für Sie die Vor- und Nachteile einer Pelletpresse für den privaten Bedarf analysiert.

Wie funktioniert eine Pelletpresse?

Um Holzpellets selbst herstellen zu können, muss Folgendes vorhanden sein:

  • Hochwertige Sägespäne, d.h. diese müssen frei von Schmutz und möglichst gleich groß sein
  • Stromanschluss
  • Zeit: Sowohl für den Prozess der Herstellung an sich, als auch dafür, die Pelletpresse zu beaufsichtigen, da nicht alle vollautomatisch funktionieren

Die Arbeit der Pelletpresse besteht dann daraus, aus den Sägespänen Pellets zu formen. Das geschieht, indem das Ausgangsmaterial unter hohem Druck durch eine Matrize aus Stahl in die gewünschte Form gebracht wird. Der hohe Druck sorgt dafür, dass das Material erhitzt wird und das holzeigene Bindemittel Lingin verflüssigt wird. Dieser Stoff sorgt dafür, dass der Pellet seine Form behält, die Zugabe weiterer Bindemittel ist daher im Allgemeinen überflüssig.

Was Sie vor der Anschaffung einer Pelletpresse bedenken sollten

Der Aspekt der Freiheit von Lieferanten klingt für viele verführerisch, allerdings sollte man sich im Klaren darüber sein, was die private Herstellung von Pellets für den Heizbetrieb bedeutet. Wer nicht gerade ein Sägewerk oder eine Tischlerei besitzt, muss einen Lieferanten für das Rohmaterial finden – d.h. völlig autark zu sein, ist in diesem Fall schwierig. Zudem muss genug Platz vorhanden sein, um die Sägespäne zu trocknen und bis zur Verarbeitung zu lagern. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, oder wenn tatsächlich Sägespäne leicht zur Verfügung stehen, lohnt sich die Anschaffung aber auf jeden Fall.

Sonstige Einsatzmöglichkeiten der Pelletpresse

Pellets werden nicht nur als Brennmaterial hergestellt werden, sondern auch zur Verwendung als:

  • Futtermittel
  • Dünger

Falls Sie also z.B. die Zusammensetzung des Futters Ihrer Tiere genau kennen wollen oder müssen, z.B. wegen Allergien, kann die Pelletpresse auch hierfür verwendet werden. Ebenso ist die Herstellung von Dünger leicht möglich. In jedem Fall ist jedoch darauf zu achten, dass das Ausgangsmaterial auf keinen Fall mit Metall oder Steinen verunreinigt sein darf, da dies die Pelletpresse zerstören könnte.

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